Sujet Patient*innen

Was ist Psychotherapie?

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist ein in Österreich gesetzlich anerkanntes Heilverfahren zur Behandlung von seelischen Störungen und Leiden.

Der Mensch wird als "bio-psycho-soziales Wesen" verstanden, daher versucht Psychotherapie den Menschen in seiner Gesamtheit zu unterstützen, zu fördern und zu heilen.

Es gibt verschiedene in Österreich anerkannte psychotherapeutische Methoden.

Psychotherapeut*innen begleiten Sie:

  • mit ihrem Wissen über seelische Störungen,
  • bei Ihrer Entwicklung und
  • bei Ihrer Suche nach Problemlösungen.

Psychotherapeut*innen lernen in der Ausbildung eine heilsame Vertrauensbeziehung zur Patient*in aufzubauen und diese in der Behandlung nutzbar zu machen, dazu gehören auch die Diagnostik und ein Behandlungsplan. Lösungen werden erarbeitet, Persönlichkeitsveränderungs- und Persönlichkeitsentwicklungsprozesse werden angeleitet.

Wann hilft Psychotherapie?

Psychotherapie hilft Ihnen

  • bei psychischen Krankheiten,
  • bei persönlichen Problemen bei Problemen mit Familie / Freunden / in der Partnerschaft,
  • bei Schwierigkeiten am Arbeitsplatz,
  • bei körperlichen Problemen, die nicht allein durch eine medizinische Diagnose erklärbar sind (z. B. Herzrasen, Angstzustände, Schlafprobleme, Sucht, Probleme mit der Sexualität, zwanghafte Gedanken und Handlungen, ständige Müdigkeit und Erschöpfung),
  • wenn Sie sich selbst besser kennen lernen und entwickeln möchten,
  • wenn Sie Ihre Beziehungen zu anderen Menschen verbessern möchten,
  • wenn Sie in einer Umbruchsituation oder in einer Krise sind (z. B. eine wichtige Person ist gestorben, Sie sind arbeitslos, Sie sind schwer krank oder eine wichtige Person ist schwer krank),
  • wenn Sie das Gefühl haben nicht mehr weiter zu können oder Selbsttötungsgedanken haben.

Manchmal kann für einen gewissen Zeitraum auch eine medikamentöse Begleittherapie hilfreich und daher eine Zusammenarbeit mit einem Facharzt/einer Fachärztin für Psychiatrie indiziert sein.

Wie ist es mit der Vertraulichkeit, der Verschwiegenheitspflicht?

Psychotherapeut*innen unterliegen einer gesetzlich verankerten, absoluten Verschwiegenheitspflicht. Diese Verschwiegenheitspflicht dient dem Schutz der für das Gelingen der Psychotherapie unabdingbaren Vertrauensbeziehung zwischen Klient*in und Psychotherapeut*in (§ 15 PthG).

Wenn Sie Ihren Psychotherapeuten/Ihre Psychotherapeutin nicht dezidiert schriftlich von seiner oder ihrer Verschwiegenheitspflicht befreien, darf er/sie keine Informationen nach außen geben.

Wenn im psychotherapeutischen Rahmen etwas passiert, was Sie sehr befremdet (Grenzüberschreitungen, irritierende Empfehlungen oder Ratschläge ...), dann sollten Sie das mit Ihrem Psychotherapeuten/Ihrer Psychotherapeutin besprechen. Wenn das nicht geht oder zu keiner adäquaten Änderung führt, können Sie sich auch an das BEG (Berufsethisches Gremium des TLP) wenden.

Für noch detailiertere Informationen zur Psychotherapie (unterschiedliche Schulenrichtungen etc.) können Sie gerne die Website des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) nützen.