Sujet Patient*innen

Ablauf einer Psychotherapie

Wie läuft eine Psychotherapie ab?

Es gibt keinen immer gleichen Ablauf einer Psychotherapie, dieser kann durchaus zwischen den verschiedenen Schulenrichtungen unterschiedlich sein. Was der Prozess jedoch immer beinhalten sollte, ist ein Erstgespräch und eine gemeinsame Therapievereinbarung (erheben von Beschwerden/Symptomen, Klärung gewisser biografischer Daten und gemeinsam festgelegter Ziele), gefolgt von einer Arbeitsphase und einem nach Möglichkeit gemeinsam vereinbarten Abschluss.

Im Erstgespräch werden folgende Punkte geklärt:

  • Warum kommen Sie in die Therapie?
  • Was wollen Sie erreichen?
  • Wie läuft die Therapie ab?
  • Wann findet die Therapie statt?
  • Wie viel muss ich bezahlen?
  • Terminvereinbarungen?
  • Umgang mit Terminabsagen?
  • Wie lange muss ich warten bis die Therapie beginnt?

Die Ziele werden innerhalb der ersten Stunden soweit möglich besprochen, manchmal ändern sie sich auch im Lauf der Therapie, weil psychische Entwicklung nicht immer voraussehbar und planbar ist.

Wenn Sie glauben, dass Sie zu diesem Therapeuten/dieser Therapeutin kein Vertrauen aufbauen können, ist es auch möglich, noch einmal mit jemand anderen einen Termin auszumachen. Psychotherapie ist ein sehr individueller Prozess und braucht auch eine gewisse Sympathie als Grundlage. Wie weit ein Erstgespräch kostenpflichtig ist, obliegt dem jeweiligen Psychotherapeuten/der jeweiligen Psychotherapeutin.

Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten.

Die Dauer der gesamten Therapie ist abhängig von

  • Ihrer Problematik,
  • Ihren Therapiezielen und
  • natürlich auch den Kosten.

Eine Psychotherapie ist im Idealfall dann zu Ende,

  • wenn die Therapieziele erreicht sind,
  • wenn Sie mit Ihren Problemen besser umgehen können und
  • wenn Sie mit Ihren Belastungen gut leben können.

Das Erstgespräch

In der psychotherapeutischen Behandlung sind das Miteinander, der Austausch und die Beziehung wesentliche Grundlage für das Gelingen der Therapie. Bereits im Erstgespräch sollten Sie darauf achten, ob Sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlen, einfacher gesagt: "ob die Chemie stimmt".

Folgende Fragen sollten im Laufe des Erstgespräches geklärt werden

  • Was sind Ihre Therapieziele und Vorstellungen?
  • Wie ist die Einschätzung des Behandlungsbedarfs und der Behandlungsmöglichkeiten durch die Therapeutin/den Therapeuten?
  • Mit welcher Dauer der Psychotherapie ist in etwa zu rechnen? (grobe Einschätzung)
  • Wie hoch ist das Stundenhonorar? Wie ist der Bezahlmodus?
  • Ist eine Kassenfinanzierung der Therapie (über Zuschuss oder andere Modelle) aufgrund des Behandlungsbedarfs ("Krankheitswertigkeit") möglich bzw. von Ihnen erwünscht?
  • Wie sind die Urlaubs- bzw. die Absageregelungen?
  • Welche Therapiemethoden werden angewandt?
  • Die Kosten der Psychotherapie

Wir empfehlen, sich bezüglich der Kosten bei der/dem behandelnden Psychotherapeuten/in zu erkundigen. Die Regelungen der verschiedenen Krankenkassen sind zum Teil unterschiedlich. Erkundigen Sie sich diesbezüglich bei Ihrer zuständigen Krankenkasse.

Was Sie wissen sollten, wenn Sie eine Psychotherapie beginnen

Folgende Prinzipien zählen zu den wichtigsten der Psychotherapie.

Prinzip der Freiwilligkeit

Psychotherapie erfolgt auf der Grundlage des Einverständnisses des Klienten/der Klientin. Die Freiwilligkeit der Therapie ist ganz wesentlich.

Prinzip der Verschwiegenheit

Psychotherapeut*innen sind zur Verschwiegenheit über alle ihnen in der Ausübung ihres Berufes anvertrauten oder bekannt gewordenen Geheimnisse verpflichtet. Nur der Klient/die Klientin selbst kann den Therapeuten/die Therapeutin in besonderen Ausnahmefällen von dieser Verschwiegenheitspflicht entbinden.

Prinzip der freien Therapeut*innenwahl

Wichtig für den therapeutischen Erfolg ist eine Vertrauensbeziehung, da nur dadurch ein offenes Gespräch und die Aufarbeitung von Problemen möglich sind. Das setzt voraus, dass Sie Ihren Therapeuten/Ihre Therapeutin frei wählen können.